Willkommen bei
• Julia Baldow • Praxis für Logopädie
Diagnostik, Beratung und Therapie bei Sprach-, Sprech-, Stimm-, Hör- und Schluckstörungen

Die Sprache

und unsere Stimme …

… sind wichtig, um Gedanken und Gefühle auszudrücken. In der Sprache, im Sprechen oder in der Stimmgebung beeinträchtigt zu sein, hemmt uns in unserer Entwicklung und Interaktion mit anderen Menschen.

Unser Team aus erfahrenen Logopäden (m/w) widmet sich der Diagnostik und Behandlung von Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schluckstörungen.

Neben einer gründlichen Anamnese und einer gezielten Behandlung aller Störungsbilder umfasst unser Leistungsspektrum auch die Eltern- und Angehörigenberatung, einen engen Austausch mit behandelnden Ärzten und Pflegepersonal sowie den Dialog mit Erziehern und Pädagogen in Kinderbetreuungeinrichtungen.

Wir arbeiten sehr klientenorientiert und gewährleisten einen hohen therapeutischen Standard.

Behandlungsfelder

Logopädie

Sprach- und Sprechstörungen zeigen sich auf sehr unterschiedliche Weise. Das Angebot an geeigneten Therapien ist groß. Am Anfang einer logopädischen Behandlung steht daher immer ein umfassender und sorgfältiger Befund.

Logopäden (m/w) erkennen eine mögliche Sprach- oder Sprechstörung und wissen, welche therapeutischen Verfahren sinnvoll sind. Sie beraten den Patienten und seine Angehörigen ausführlich und einfühlsam und verhelfen Betroffenen durch die Verbesserung ihrer Kommunikationsfähigkeit zu einer höheren Lebensqualität.

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Sprache

Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, die nach einer Hirnschädigung auftreten kann (meist verursacht durch einen Schlaganfall, auch durch Kopfverletzungen nach Unfall, einen Tumor oder entzündliche Gehirnprozesse) und bedeutet „Verlust der Sprache“. Durch die Aphasie können eine oder mehrere sprachliche Fähigkeiten betroffen sein: Sprechen und Verstehen, Lesen und Schreiben. Inneres Denken, persönliches und allgemeines Wissen sind nicht oder nur gering gestört.
Der Dysgrammatismus wird als grammatische Störung des Sprechens und des Schreibens definiert, bei der Fehler in der Wortbildung und im Satzbau auftreten. Zuweilen ist auch das Verständnis der muttersprachlichen Grammatik gestört. So können beispielsweise Sätze wie „Im Bett wird keine Schokolade gegessen.“ oder „Den Teddy haben die Kinder versteckt.“ für Irritation sorgen, weil dem Kind nicht klar wird, WER handelt und WEN oder WAS die Handlung betrifft. Merkmale für die Zeit, Verneinung, Einzahl oder Mehrzahl werden nicht erkannt. Ein dysgrammatisches Sprachverhalten zeigt sich in der Auslassung von Wörtern oder Satzteilen, in der vertauschten Reihenfolge von Wörtern im Satz („Leon Milch trinkt“), dem Fehlen von Artikeln (der, die, das) bzw. der falschen Verwendung der Fälle oder bei der Beugung von Verben (ich gebe – du geb…?).
Störungen beim Aufbau des Wortschatzes (lexikalische Störungen) können sowohl den Umfang betreffen als auch die semantischen Merkmale (unscharfe Bedeutung) der einzelnen Wörter wie auch die phonologische Form der Wörter (fehlende oder vertauschte Laute bzw. Silben). Ein eingeschränkter Wortschatzumfang ist beispielsweise daran erkennbar, dass dem Kind zur Kommunikation notwendige Wörter wie Nomen (z.B. Katze, Flasche), Verben (z. B. schneiden, laufen) oder Adjektive (z.B. leer, schnell) fehlen und es häufig auf unspezifische Wörter wie „Dings“, „machen“ oder „so“ zurückgreift. Ein großer Teil der Kinder mit einer lexikalischen Störung fällt schon sehr früh durch den verspäteten Sprechbeginn („Late Talker“) auf. Häufig verwenden diese Kinder im Alter von zwei Jahren weniger als 50 Wörter aktiv und können die bekannten Wörter auch nicht zu typischen Zwei- oder Mehrwort-Äußerungen (wie „Ball haben“ oder „Tür auf“) kombinieren, sondern benutzen nur einzelne Wörter oder Gesten. Der zu diesem Alterszeitpunkt typische „Wortschatzspurt“ hat nicht eingesetzt. Der Wortschatz scheint insgesamt langsamer anzuwachsen. Auch das Verstehen von Wörtern kann eingeschränkt sein.
Bei phonologischen Störungen der Aussprache (Artikulation) kommt es zu Lautauslassungen (z.B. „Löffe“ statt Löffel) oder Lautvertauschungen (z.B. „Tinderdarten“ statt Kindergarten), seltener auch zu Lauthinzufügungen („Praprika“). Oft werden auch unbetonte Silben ausgelassen (z.B. „nane“ für Banane). In der Regel können die Kinder die Ziellaute motorisch bilden, wissen jedoch nicht, in welchen Wörtern sie diese gebrauchen müssen. Kinder sollten ab einem bestimmten Alter nicht nur in der Lage sein, den Inhalt eines Wortes zu verstehen, sondern auch die lautliche Form eines Wortes sicher zu speichern. So wissen Kinder zum Beispiel, dass eine „Giraffe“ das große Tier mit Flecken und langem Hals ist, aber sie wissen auch, dass nur die „Gi-ra-ffe“ richtig ist und nicht bspw. die „Ri-ga-ffe“. Dieses Wissen (Phonologische Bewusstheit) umfasst viele Ebenen wie die Silbenstruktur, die Lauterkennung bzw. -reihenfolge und ist damit eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Lese- und Rechtschreiberwerb. Kinder mit phonologischen Störungen haben ein höheres Risiko für die Entwicklung einer Lese-Rechtschreibstörung.
Der Begriff Sprachentwicklungsstörung (SES) bezeichnet die nicht altersgemäße Sprachentwicklung eines Kindes. Diese kündigt sich oft durch einen verspäteten Sprechbeginn an und tritt besonders im Vor- und Grundschulalter in Erscheinung, kann aber auch bis ins Jugendlichen- bzw. Erwachsenenalter andauern. Sprachentwicklungsstörungen können die Kommunikation, das Sprachverständnis, den Wortschatz sowie die Laut-, Wort- und Satzbildung betreffen. Bei einer SES sind oft mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen. Auf lautlicher Ebene ersetzt das Kind Laute oder lässt sie aus (vgl. „Phonologische Artikulationsstörungen“), auf grammatischer Ebene ist zu beobachten, dass z.B. Artikel (der, die, das) ausgelassen oder falsch verwendet werden, die Mehrzahl nicht richtig gebildet wird oder das Verb (Tätigkeitswort) nicht an der richtigen Stelle steht (vgl. Dysgrammatismus). Ein zu geringer Wortschatz hindert das Kind daran, seine Wünsche und Erlebnisse auszudrücken. Die Sprachentwicklung wird aber auch gehemmt, weil der Erwerb grammatischer Regeln wie z.B. die Verbkonjugation (ich singe, du singst, er singt ...) voraussetzt, dass dem Kind genügend Wörter zum Trainieren der Regeln zur Verfügung stehen. Die Störungen des Lauterwerbs, des Wortschatzes und der Grammatik können aber auch isoliert auftreten, ebenso wie Störungen der Kommunikation (Gesprächsverhalten), die dann als „Pragmatische Störungen“ bezeichnet werden.
Über die Sprachproduktion (expressive Störung) hinaus kann auch das Verstehen von Sprache (rezeptive Störung) gestört sein. Bei Sprachverständnisschwierigkeiten auf der Wortebene können die betroffenen Kinder häufig einem gehörten oder gelesenen Wort keine richtige Bedeutung zuordnen. Das Verstehen ganzer Sätze bereitet ungleich größere Probleme, da es zusätzlich die schnelle Verarbeitung grammatischer Informationen erfordert (vgl. Dysgrammatismus). Gesprochene oder geschriebene Informationen, die aus mehr als einem Satz bestehen, sind für das Kind besonders schwierig zu verarbeiten, weil die Menge an Wörtern sie überfordert, wobei schon das „Nichtverstehen“ von einzelnen Wörtern zu Missverständnissen führen kann. Sie orientieren sich häufig an „Schlüsselwörtern“, ohne die genaue Bedeutung zu verstehen. So bleiben Zusammenhänge unklar.

Schlucken

Myofunktionelle Störungen sind Funktionsstörungen des orofazialen Muskelgleichgewichts, die mit einer Zahnfehlstellung, Fehlstellung des Kiefers und des Gaumens einhergehen können.

Organische Faktoren (z.B. Fehlstellung oder Schädigung im Mund-/ Kiefer-/ Gesichtsbereich, häufige Erkrankungen im HNO-Bereich)

Funktionelle Faktoren (z.B. ungünstige Körperhaltung, unphysiologischer Muskeltonus führt zu muskulären Ungleichgewicht)

Habituelle Faktoren (z.B. Lippenbeißen / Daumen Lutschen/ Zähneknirschen)

Symptome: Falsche Zungenlage, offene Mundstellung, Atmung durch den Mund, Aussprachestörungen
Schluckstörungen (Dysphagien) bei Kindern können in jeder Altersstufe auftreten. Sowohl Säuglinge als auch Jugendliche können unter Schluckstörungen leiden. Bei den Säuglingen sind oft Frühgeborene betroffen, die z.B. nicht kraftvoll saugen können. Bei Jugendlichen sind es Kinder mit körperlicher oder geistiger Behinderung.

Ebenso können aber auch gesunde Kinder unter einer Schluckstörung leiden, wie z.B. durch eine Zahnfehlstellung.

Auch bei Kindern und Jugendlichen kann zwischen Organischen und Funktionellen Schluckstörungen unterschieden werden. Während bei organisch bedingten Störungen oft Kinder mit Behinderungen (Veränderung der Muskulatur/Störung der Hirnfunktion/ Beeinträchtigung der Wahrnehmung) betroffen sind, handelt es sich bei funktionellen Schluckstörungen um ein Muster, das sich im Laufe der Entwicklung normalisiert.
Die Ess- und Trinktherapie ist eine Unterstützung und Hilfe und führt im besten Fall sogar zur kompletten Genesung bei Störungen im Bereich des Nahrungs- und Trinkverhaltens

Es erfolgt eine Stimulation des Mundes, eine Verbessrung des Tonus und der Haltung (Bobath) sowie die Anbahnung von Schlucken, Kauen und Saugen.
Schluckstörungen können durch neurologische Erkrankungen wie z.B. Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder Demenz auftreten. Es kommt zu einer verminderten oder spastischen Muskelaktivität.

Merkmale:
  • senso-motorische Beeinträchtigungen, in Bezug auf die Beweglichkeit oder die Sensibilität der Mund- und Schluckmuskulatur
  • gestörte Nervenaktivität, bei der es zu Schwierigkeiten bei der Koordination des Schluckvorganges kommt
  • Lähmungen, bei denen der Mundschluss oder die Nahrungszerkleinerung Probleme bereiten
  • Krebserkrankungen und operative Eingriffe

Sprechen

Eine Fehlbildung eines Lautes, bei der die bedeutungsunterscheidende Funktion nicht eingeschränkt ist, z.B. beim Sigmatismus (Lispeln); der Laut wird fehlgebildet, behält aber seine Bedeutung.
Häufige ungewollte Unterbrechungen des Redeflusses durch tatsächliche und voraus empfundene Wiederholungen, Dehnungen und Blockierungen der artikulatorischen Bewegungen.

Man unterscheidet offene und verdeckte Symptome, die nicht in direktem Abhängigkeitsverhältnis stehen.

Offene Symptome:

Kernsymptome sind Wiederholungen, Dehnungen und Blockierungen von Sprechlauten und Silben, Schwa-Laut-Einfügungen z.B. Be-be-be-Boden,

Flickwörter und Phrasen, z.B. mh, äh (Schwa-Laut) auch als Starterfunktion, Abbruch und Neueinsatz der Rede oder Umformulierungen, auffällige Sprechatmung oder Stimmgebung.

Begleitsymptome, wie krampfartige Pressversuche, mimische Mitbewegungen, angstkorrelierte Symptome wie z.B. Schwitzen, Erröten, grobmotorische Mitbewegungen.

Verdeckte Symptome:

Starkes Störungsbewusstsein, sozialer Rückzug, vermindertes Selbstwertgefühl, deutlicher Leidensdruck, veränderte Situationswahrnehmung und -bewertung, Vermeidung potenziell symptombelasteter Redesituationen, Misserfolgserwartung.
Poltern ist ein Syndrom, das durch eine Sprechgeschwindigkeit charakterisiert ist, die entweder abnorm schnell, irregulär oder beides ist.

In gepolterter Sprache ist das Sprechen in einem oder mehreren der folgenden Bereiche beeinträchtigt:

Unfähigkeit, normale Laut-, Silben-, Phrasen- oder Pausenmuster aufrechtzuerhalten; über das normale Maß hinaus auftretende Unflüssigkeiten; die Mehrheit davon unterscheidet sich von den typischerweise bei Stottern auftretenden Unflüssigkeiten, eingeschränkte Symptomwahrnehmung und Sprechkontrolle während des Dialoges

Phonetische Auffälligkeiten: unverständliches Sprechen / Akzelerationen, Auslassungen und Kontaminationen von Lauten, Lautfolgen, Wörtern, Ersetzungen, Vertauschungen, artikulatorische Veränderungen
Die Planung der Sprechbewegungen ist gestört. Dadurch können viele Laute nicht korrekt gebildet werden. Häufig können auch motorische Auffälligkeiten beobachtet werden.
Die Planung der Sprechbewegungen ist beeinträchtigt. Ursachen sind neurologische Erkrankungen wie z.B. Schlaganfall, Hirnblutung oder Traumata.
Die Dysarthrie ist eine Störung des Sprechens, bei der die Sprechbewegungen, die Stimmgebung und die Atmung nicht mehr vollständig koordiniert werden können. Die Folge ist häufig eine verwaschen klingende, in der Lautstärke veränderte Sprechweise.

Verursacht wird die Dysarthrie meist durch Schädigung des Nervensystems, so z.B. infolge eines Schlaganfalls, eines Schädelhirntraumas, einer (Tumor-)Operation im Kopf-Hals-Bereich oder durch neurologische Erkrankungen wie z.B. Morbus Parkinson oder Amyotrophe Lateralsklerose (ALS).
Die Laryngektomie (vollständige operative Entfernung des Kehlkopfs mit den Stimmbändern) kann die letzte mögliche Maßnahme bei einer Krebserkrankung im Bereich des Kehlkopfs darstellen. Doch auch ohne Stimmbänder kann lautsprachliche Kommunikation möglich sein. Dazu dienen Hilfsmittel wie das Kehlkopfmikrophon oder die Stimmprothese, möglich ist aber auch die Anbahnung einer Ösophagusstimme.

Stimme

  • Störungen des hormonalen Systems
  • Funktionsausfall der zuleitenden Nerven, Stimmlippenlähmungen
  • Stimmlippenknötchen, Stimmlippenpolypen oder Zysten
  • Kehlkopffehlbildungen – anlage- oder verletzungsbedingt
  • Larynxkarzinom
In der Praxis sind funktionelle und organische Stimmstörungen nicht immer klar voneinander abgrenzbar. Begleitend zu einer organisch bedingten Stimmstörung entwickelt sich oft parallel eine Fehlfunktion des Phonationssystems. Ebenso können sich bei chronischem oder akutem Fehlgebrauch der Stimme organische Befunde entwickeln.

hyperfunktionelle Dysphonie:

  • i.d.R. gewohnheits-, berufs-, oder temperamentsbedingte Stimmbelastung, Schwingungsunregelmäßigkeiten bei der Phonation infolge eines erhöhten Glottiswiderstandes
  • subjektives Beschwerdebild: Heiserkeit, Schmerzen im Kehlkopf, Trockenheitsgefühl, Räusperzwang

hypofunktionelle Dysphonie:

  • häufig Erschöpfungszustände, reduzierter Gesamtkörpertonus, Schlussinsuffizienz bei Phonation infolge reduzierten glottischen Widerstandes
  • subjektives Beschwerdebild: rasches Stimmermüden, Sprechanstrengung, geringe Stimmkraft
Stimmstörung als Symptom der Somatisierung einer psychischen Fehlhaltung infolge einer außerordentlichen psychischen Belastung oder einer nicht bewältigten Konfliktsituation.

  • Heiserkeit bei gepresster oder verhauchter Stimmgebung
  • Flüsterstimme oder reine Taschenfaltenstimme
  • Simulation: absichtliches Verändern der Stimme (Vortäuschung einer Erkrankung)
  • Aggravation: das Beibehalten bzw. Verschlimmern von Symptomen während oder nach einer Erkrankung
Auch Kinder können durch einen fehlerhaften Gebrauch der Stimme bereits frühzeitig unter Heiserkeit bzw. Stimmbandknötchen leiden.

Mögliche Ursachen:

  • Hörstörungen
  • periphere oder zentrale neurologische Erkrankungen
  • organische Erkrankungen
  • ungünstiges Stimmvorbild von Bezugspersonen
  • gewohnheitsmäßiger Stimmmissbrauch
  • genetische Faktoren
Die Rhinophonie ist eine Störung der Stimm- und Sprechfunktion. Sie äußert sich darin, dass der Stimmklang nasal (verschnupft) klingt bzw. der Luftstrom nicht richtig gelenkt werden kann.

Mögliche Ursachen: neurologische Faktoren, organische / medizinische Faktoren (z.B. Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-FehlbiIdungen),- funktionelle Faktoren (z.B. Gaumensegelschwäche)

Rhinophonia aperta (Offenes Näseln)

Das offene Näseln äußert sich in einer Hypernasalität (übermäßiger Nasenresonanz), beim Sprechen entweicht zu viel Luft durch die Nase anstatt durch den Mund, da das Gaumensegel nicht vollständig abdichtet. Dadurch werden alle oralen Laute (auffällig die Vokale, besonders /i/ und /u/) mit nasalem Stimmklang gesprochen.

Rhinophonia clausa (Geschlossenes Näseln)

Das geschlossene Näseln äußert sich in einer Hyponasalität (zu geringen Nasenresonanz), beim Sprechen entweicht die Luft nicht durch die Nase, sondern durch den Mund, dies äußert sich vor allem in einem dumpfen, verschnupften Stimmklang bei den nasalen Lauten /m/, /n/, /ng/
Erworbene neurogene Sprechstörung durch Schädigung des zentralen oder peripheren Nervensystems mit Beeinträchtigung der Steuerung und Ausführung von Sprechbewegungen. Dies kann alle beteiligten Funktionskreise betreffen, wie den Bereich der Sprechstimme.

  • veränderte Tonhöhe oder Lautstärke
  • veränderte Stimmqualität z.B. stimmlos, gepresst, rau
  • Instabilität der Stimme z.B. Stimmzittern, Stimmabbrüche, Tonhöhensprünge

Klinische Lerntherapie

Die Klinische Lerntherapie orientiert sich an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Lernfähigkeit des menschlichen Gehirns. Sie basiert auf der neuropsychologischen Grundannahme, dass die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten eng mit der Entwicklung der sensomotorischen Fähigkeiten verknüpft ist und letztere sogar die Grundvoraussetzung sind, um erfolgreich zu lernen.

Daher ist eine Förderung in diesem Bereich ein wichtiger Bestandteil der Klinischen Lerntherapie. Das Konzept sieht vor, die Lernschwierigkeiten nicht danach zu beurteilen, WAS das Kind nicht kann, sondern WARUM es die Leistung nicht erbringen kann. Deswegen fördert die Klinische Lerntherapie die Bereiche, die das Kind hierzu benötigt. Es ist ein umfassendes Konzept, welches alle Vorläuferfertigkeiten berücksichtigt, die für den Lese- und Schreibprozess sowie das Rechnen erforderlich sind.

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Ursachen und Ziele

  • Unausgereifte neurologische Prozesse
  • Mangelnde Verknüpfungen im Gehirn
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Koordinationsstörungen
  • Sprachstörungen
  • Konzentration und Ausdauer
  • Selbstständiges Lernen
  • Verbesserung der individuellen Fähigkeiten bezüglich des Lesens, Schreibens und Rechnens
  • Transfer des Gelernten in andere Situationen im Alltag

Prinzipien und Training

  • Freude und Motivation beim Lernen sowie ein positives Lernklima
  • Spielerisches Angebot: Fördern, nicht reines Beüben
  • Der Therapeut gibt die notwendige Struktur, verlangsamt die Arbeitsschritte und macht das Lernen bewusst
  • Entwicklungsauffälligkeiten in den Bereichen Motorik, Wahrnehmung, Sprachverarbeitung als Ursache beheben, um Voraussetzungen fürs Lernen zu schaffen
  • Therapeutisches Angebot unter Einbezug aller Sinne, um eine optimale Vernetzung zu erreichen
  • Das Schaffen einer guten Integrationsfähigkeit aller Fertigkeiten und nicht das Üben einzelner Fertigkeiten
  • Erarbeitung individueller Lernstrategien
  • Erarbeitung und Automatisierung von Leserouten
  • Automatisierung von Rechtschreibstrategien
  • Automatisierung von Grundrechenfertigkeiten sowie Zahlen- und Mengenverständnis

Unser Team

Julia Baldow

julia-baldow

Staatlich anerkannte Logopädin,
Klinische Lerntherapeutin

  • Ausbildung zur staatlich anerkannten Logopädin an der Lehranstalt für Logopädie in Bochum
  • Vor und während der Ausbildung zahlreiche Praktika, unter anderem in einer Kindertagesstätte, in einer Förderschule für Sprache, beim schulpsychologischen Dienst, in einer niedergelassenen logopädischen Praxis, im Krankenhaus auf einer Stroke Unit und in einem Neurologischen Rehabilitationszentrum in Wien
  • Praktische Therapieerfahrung seit Ausbildungsbeginn (2005)
  • Tätigkeit als Logopädin seit 2008 in einer niedergelassenen logopädischen Praxis
  • Gründung einer eigenen Praxis am 01.10.2010 im Gesundheitszentrum des Augusta-Krankenhauses
  • Ausbildung zur Klinischen Lerntherapeutin (2010 – 2012)
  • Behandlung von Schetismus und Sigmatismus lateralis
  • Therapie der verbalen Entwicklungsdyspraxie
  • TAKTKIN - ein Ansatz zur Behandlung sprechmotorischer Störungen (für Erwachsene)
  • LRS-Diagnostik und Therapie nach dem Ansatz der Klinischen Lerntherapie
  • Therapie der Facialisparese (Gesichtslähmung) in Anlehnung an Perfetti und PNF
  • Therapie mit Ci Trägern von vier Monaten bis 92 Jahre (Grundlagen und technische Anforderungen)
  • Fütterstörung im Baby- und Kleinkindalter
  • Diagnostik und Therapie von Dysphagien in Neurologie, Geriatrie und freier Praxis
  • Verbale Entwicklungsdyspraxie Therapieprogramm Ko-Art
  • Grundlagen der Elektrophysiologie in Theorie und Praxis
  • Schulung in die Elektrotherapie am vocaSTIM-Mastergerät
  • Wie Kinder DER, DIE, DAS lernen - der Lernpfad von PD Dr. Zvi Penner
  • Symposium "Sprache verbindet"
  • Symposium "Dysphagie, Anatomie, Physiologie, Diagnostik und Management"
  • Aus der Praxis für die Praxis: Materialien und Spielideen rund um die Behandlung syntaktischer und morphologischer Störungen bei Kindern
  • Praxisseminar "Gebärdenunterstützende Kommunikation (GuK)"
Seminare im Rahmen der Weiterbildung zur Klinischen Lerntherapeutin
  • Grundlagen des Schriftspracherwerbs: Ganzheitliche Diagnostik bei Sprachstörungen
  • Grundlagen des Schriftspracherwerbs: Ganzheitliche Therapie bei Sprachstörungen
  • Neurobiologische und physiologische Grundlagen der Sensorik und des Lernens
  • Behandlung und Förderung - Grundlagen der Sensorischen Integration (Diagnostik, Teilleistungsstörungen- Ursachen und Folgen)
  • Behandlung und Förderung - Grundlagen der Sensorischen Integration (Therapie)
  • Behandlung und Förderung - Einzelsupervision, Kleingruppensupervision, Videosupervision, LIVE Supervision
  • Behandlung und Förderung - Verhaltenstherapeutische Verfahren, Gesprächsführung und Beratung
  • Grundlagen Legasthenie - Auswirkungen der Dsylexie auf die Entwicklung
  • Entwicklungstheorien - Multiaxiale Diagnostik
  • Behandlúngs - und Förderansätze in Theorie und Praxis, LIVE Supervision
  • Grundlagen des Schriftspracherwerbs: Multiaxiale Diagnostik, Testverfahren
  • Dyskalkulie - Typische und atypische Entwicklungsverläufe der Zahlenverarbeitung
  • Dyslexie - Diagnostik nach dem Ansatz der Klinischen Lrntherapie
  • Dyslexie - Therapie nach dem Ansatz der Klinischen Lerntherapie
  • Mehrjährige Erfahrung in der Arbeit mit Kindern bei Lernschwierigkeiten wie beispielsweise LRS und Dyskalkulie sowie Aufmerksamkeitsstörungen
  • 2013-2018 konsiliarische Tätigkeit in der Phoniatrie und Pädaudiologie im Marienhospital in Gelsenkirchen

Monika Bia

monika-bia

Bachelor of Science Logopädie

  • Erster Berufsweg: Ausbildung zur Krankenschwester am Marienhospital Gelsenkirchen
  • Zweiter Berufsweg: Studium zur Logopädin an der Hochschule für Gesundheit 2010-2014, Abschluss mit der Bachelor-Arbeit 2014 mit dem Thema „Analyse typischer Verfahren für die Demenzdiagnostik im Hinblick auf ihre Nutzung für die Unterstützung sprachlicher Leistungen im höheren Lebensalter“
  • Berufliche Tätigkeit danach:
    • 09/2013 - 10/2014 Logopädin in der Praxis "Wortspiel" in Gelsenkirchen
    • 01/2014 - 12/2014 Logopädin im Marienhospital Wattenscheid
    • seit 10/2014 Logopädin in der Praxis für Logopädie Julia Baldow
  • Verbale Entwicklungsdyspraxie-Therapieprogramm Ko-Art
  • Schulung in der Elektrotherapie am vocaSTIM-Mastergerät
Wissenschaftliche Arbeiten:
  • (2010): „Was sind Vor- und Nachteile der Ösophagusstimme gegenüber anderen Ersatzstimmen?“
  • (2011): „Mehrsprachigkeit – Sukzessiver Zweitspracherwerb bei türkisch-stämmigen Kindern im Vorschulalter“
  • (2011): „Kasuistik Johannes“
  • (2012): „Gibt es Evidenzen zur Wirksamkeit von unterschiedlichen Therapieansätzen bei Sprechapraxie - Ein systematisches Review“
  • (2012): Aphasie: Fallbericht Herr G., Veröffentlichung der Arbeit als Poster auf einem logopädischen Symposium an der Hochschule für Gesundheit
  • (2013): Schilddrüsenoperationen unter Intraoperativem Neuromonitoring mit der Fragestellung: „Ist die Schädigung des N. laryngeus recurrens und die daraus folgende Stimmstörung durch das intraoperative Neuromonitoring vermeidbar?"
Berufliche Tätigkeit als Logopädin an einer integrativen Schule

Julia Boelker

staatlich geprüfte Logopädin

Staatlich anerkannte Logopädin

  • Oktober 2012 - September 2015 Ausbildung zur staatlich anerkannten Logopädin an der Ludwig Fresenius Schule in Bochum
  • kognitive therapeutische Übungen nach Perfetti
  • Therapie nach PNF
  • Grundschulung in der Elektrotherapie am voca Stimm-Mastergerät
  • Kinaesthetik Schulung
  • Trachealkanülenmanagement
  • Stottertherapie nach Restart Kindern
  • Der Wortschatzsammler - Strategietherapie lexikalischer Störungen im Vorschul- und Schulalter
  • Die verbale Entwicklungsdyspraxie und Ko Art
  • zertifizierte Kinesiotape Therapeutin
  • Berufsbegleitendes Studium "Medizinalfachberufe"
  • Tätigkeit als Dozentin an der Ludwig Fresenius Schule
  • Dozentin an der Ludwig Fresenius Schule in Bochum für die Bereiche : Kindersprache, Stimmstörungen und Stimmbildung

Julia Bringewald

staatlich geprüfte Logopädin

Staatlich anerkannte Logopädin

  • Vom 01.07.2016 - 31.06.2019 Ausbildung zur staatlich anerkannten Logopädin an der AWO Logopädieschule in Hattingen
  • Frühdiagnostik von Risikofaktoren für das Lesen-, Schreiben- und Rechnenlernen und gezielte präventive Förderung
  • Seit Oktober 2019 Studiengang "Bachelor of Science" an der EUFH (Europäische Fachhochschule) in Brühl

Sibylle Reddigau

sibylle-reddigau

Dipl.-Logopädin,
Staatlich anerkannte Logopädin

  • 2012 - 2015 Ausbildung zur staatlich anerkannten Logopädin an der Ludwig Fresenius Schule in Bochum
  • Perfetti / PNF bei Einschränkungen des Gesichts und der Zunge
  • Grundschulung Elektrotherapie am vocaSTIM-Mastergerät. Theoretisches Grundlagenwissen der Elektro-Physiologie in Theorie und Praxis
  • Einführung in das Trachealkanülenmanagement
  • Mund-, Ess- und Trinktherapie (MET)
  • K-Taping Therapeutin
  • Craniosacrale- und Muskelfaszien-Arbeit
  • Zurzeit berufsbegleitendes Studium im Bereich Medizinalfachwesen
  • Aktuelle Teilnahme am Zertifikatsmodul der Hochschule für Gesundheit für klinische und apparative Diagnostikstandards bei Dysphonien
  • Klinische Erfahrung seit 2015

Andrea Lehmann

Anna Lehmann

Staatlich anerkannte Logopädin

  • Studium der Völkerkunde, Germanistik und Kunstgeschichte an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster. Abschluss: Magister Artium
  • 2005 - 2008 Ausbildung zur staatlich anerkannten Logopädin an der Lehranstalt für Logopädie in Bochum
  • 09/2006 CPLOL-Kongress: Die kulturelle Vielfalt in einem mehrsprachigen Europa - Eine Herausforderung für Logopädinnen
  • 03/2008 Therapie der VII und XII-Parese nach Perfetti und PNF
  • 01/2009 Diagnostik und Therapie von lateralen Aussprachestörungen
  • 11/2009 Einführung in die Stimmigsein-Methode: Funktional-psychointegrale Selbstregulation von Gesang und Sprechstimme
  • 07/2010 Diagnostik und Therapie von Dysphagien in Neurologie, Geriatrie und freier Praxis
  • 09/2011 Stimulationstechniken im orofazialen System bei kooperativen und wenig kooperativen Patienten
  • 10/2011 Mit Sprechen bewegen - AAP-basierte Stimmtherapie
  • 02/2012 Kinder mit türkischem Migrationshintergrund in der (sprach-) therapeutischen Praxis
  • 04/2012 Funktionales Stimmtraining - Erlanger Modell
  • 09/2012 Die verbale Entwicklungsdyspraxie und die Assoziationsmethode nach Mc Ginnis
  • 05/2013 Einsatz der UK bei Erwachsenen
  • 08/2013 TAKTKIN - Behandlung sprechmotorischer Störungen bei Kindern
  • 02/2014 Autismus-Spektrum-Störungen
  • 03/2014 Symposion "Gedacht - Gelernt Probleme beim Schreiben-Lesen-Rechnen"
  • 04/2014 Aufmerksamkeit im Focus der Sprach- und Lerntherapie
  • 11/2014 Verhaltensauffällige Kinder in der sprachtherapeutischen Praxis
  • 05/2015 Drei Mal schwarzer Kater - Zaubern als Medium in der logopädischen Praxis
  • 10/2015 Am Anfang war das Happy End - Frühes Erzählen, erste Diskurse
  • 12/2015 Praxis der SEV-Therapie auf Basis der Sensorischen Integration
  • 12/2016 Poltern - Therapie, Diagnostik und Theorie
  • 09/2018 Praxis der Funktionalen Stimmtherapie
  • Lehrtätigkeit im Bereich Kindersprache an der Ludwig Fresenius Berufsfachschule für Logopädie in Bochum mit den Schwerpunkten: Lexikalische Störungen, Störungen des Schriftspracherwerbs, Störungen der Textproduktion und des Textverständnisses

Kontakt mit uns aufnehmen

Da wir nur auf Weisung eines Arztes tätig werden können, benötigen Sie eine logopädische Heilmittelverordnung.
Diese kann grundsätzlich von Kinderärzten, Hals-, Nasen- Ohrenärzten, Kieferorthopäden, Zahnärzten, Neurologen und Allgemeinmedizinern ausgestellt werden.

Bochum

Gesundheitszentrum
des Augusta-Krankenhauses

Bergstr. 25 · 44791 Bochum
Fon: +49 (0)234 – 89 39 56 58
Fax: +49 (0)234 – 95 80 84 30
Mobil: +49 (0)175 – 3 37 57 17
julia@baldow-logopaedie.de

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Aufgrund der aktuellen Corona-Krise bieten wir Ihnen derzeit auch die therapeutische Behandlung über Videotelefonie an.
Diese besondere Form der Teletherapie wurde von den Krankenkassen ausdrücklich genehmigt.
Für nähere Informationen setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.